Solaranlage auf Dächern mit Trapezblechen oder Sandwichpaneelen

Immer wieder fragen unsere Kunden, ob man auf Dächern, die mit Trapezblechen oder Sandwichplatten gedeckt wurden, überhaupt eine Photovoltaikanlage installieren kann oder ob man hierzu nicht eine klassische Dachabdeckung mit Dachziegeln benötigt. Tatsächlich bieten Sandwichplatten und Trapezbleche sogar gewisse Vorteile für die Anbringung einer Solaranlage. Das liegt zum einen an ihrem niedrigen Gewicht und zum anderen an ihrer Befestigungsweise. Jeder Dachstuhl bzw. jede Dachkonstruktion ist von der Tragfähigkeit her für eine bestimmte Grundlast ausgerichtet. Wichtigste Frage für den Bau einer Photovoltaikanlage mit ihrem zusätzlichen Gewicht ist daher immer, ob meine Dachkonstruktion diese Last ohne weiteres verkraften kann. Falls Sie nämlich einen neuen Dachstuhl errichten müssten, um das Gewicht zu tragen, müssten Sie sehr lange Strom erzeugen, um diese Mehrkosten zu erwirtschaften. Prüfen Sie also Ihre Baupläne.

Gewicht Ziegel gegenüber Gewicht Sandwichplatten

Eine Dachziegel-Konstruktion bringt meist ein Gewicht von ca. 50kg pro Quadratmeter oder mehr mit sich. Der Dachstuhl ist häufig auf genau diese Last berechnet und kann nicht mehr tragen. Trapezbleche und Sandwichpaneele dagegen bringen nur um die sechs bis vierzehn Kilo pro Quadratmeter mit sich. Wenn Sie sich mit dem Gedanken beschäftigt haben, Ihr Dach mit Sandwichplatten zu decken, haben Sie ja außerdem schon festgestellt, dass Sie weniger Holz für Ihre Dachlattung benötigen als mit Ziegeln. Hier reichen schon Abstände von 1,0m bis 1,5m um Ihre Sandwichplatten sicher anzubringen. Ein weiterer Vorteil liegt in der Anbringung selbst. Ihre Trapezbleche oder Sandwichpaneele sind nämlich über die Kalotten fest mit der Holzkonstruktion verschraubt. Mit einiger Sorgfalt sind diese Dachbleche dann auch sicher und sturmfest angebracht. Ihre Photovoltaikanlage liegt dann auch plan und gut befestigt auf dem Dach auf.

Bei Sturm

Bei einem Ziegeldach dagegen kann es Ihnen passieren, dass bei Sturm einer oder mehrere Ziegel herausgerissen werden und im schlimmsten Fall auf Ihre Anlage fallen und diese beschädigen. Denken Sie bei der Anbringung Ihrer PV-Anlage aber auch an mögliche Böen und den Staudruck, der entstehen kann. Für sie ist eine gute Abdichtung zum Beispiel mit EPDM erforderlich. Die Befestigung sollte jedenfalls auf der Hochsicke erfolgen. Beim Anzug der Schrauben achte man auch darauf, dass sich bereits eingesetzte Schrauben aus der Blechbefestigung nicht lösen.

Planen Sie für ein neues Bauvorhaben für einen Carport oder eine Garage am besten gleich das Gewicht für eine Photovoltaikanlage mit ein, dann sind Sie auf der sicheren Seite.