Die Vorteile von Fahrradgaragen

Wenn man das erste Mal von einer Fahrradgarage hört, denkt man vielleicht, das sei nun wirklich ein überflüssiger Luxus. Doch weit gefehlt, antwortet der Fahrrad-Profi, der ein supermodernes Mountainbike sein Eigen nennt. Er ist es nämlich leid, sein Fahrrad jeden Tag in den Keller oder gar den vierten Stock zu tragen, weil er es einfach schützen muss. Es stimmt, die Fahrräder sind ein Luxusartikel geworden. Mountainbikes und vor allem E-Bikes, also die Elektrofahrräder, bringen es heute leicht auf € 2000.- und mehr im Einkauf. Auch werden die verbauten Teile empfindlicher gegen Witterungseinflüsse, ganz einfach, weil sie wesentlich komplexer gebaut sind als in früheren Zeiten. Das Rad einfach im Garten oder vor dem Haus stehen zu lassen, ist keine Alternative mehr.

3 Fakten aus Deutschland

  1. Mehr als tausend Fahrräder werden täglich in Deutschland gestohlen, die Dunkelziffer liegt weit höher.
  2. Mit den Versicherungen ist es eine knifflige Angelegenheit. Wehe, man hat sein Fahrrad nicht entsprechend personalisiert und alle Nummern sicher daheim.
  3. Die Hausrat-Versicherung zahlt meist nur, wenn das Rad zur Zeit des Diebstahls sicher in einem abgeschlossenen Raum verwahrt war. Das bedeutet einen Keller, eine Garage oder eben eine stabile Fahrradgarage.

 

Außerdem steigt niemand morgens gerne auf ein durchnässtes Bike. Die Plastiktüte über dem Sattel ist zwar ein gewisser Schutz, aber befriedigend ist das nicht. Aber der Regen ist nur ein Einfluss, die starke Sonnenstrahlung ist erheblich schädlicher. Sattel, Reifen, die Kunststoffe der Kabel-Ummantelungen, selbst der Lack auf dem Metall, all dies wird im Freien angegriffen und auf Dauer porös.

Ein weiteres Problem stellen unabsichtliche oder mutwillige Beschädigungen dar. Ganze Reihen umgekippter Fahrräder können den Spaß am Fahrrad ganz schön verhageln. Auch zerkratzte oder aufgeschlitzte Fahrräder und Reifen sind keine Seltenheit. Da muss wirklich ein sicherer Schutz her, der sich auf Dauer in jedem Fall auszahlt.

Zusätzlich kommen jetzt gesetzliche Forderungen bzw. Auflagen ins Spiel. Immer mehr Bundesländer schreiben in den Bauverordnungen sogar die Errichtung von Fahrradgaragen oder zumindest überdachten Stellplätzen für Fahrräder vor. Das gilt natürlich nur für den Bau von Häusern mit mehreren Wohnungen. Aber jeder Hausbesitzer kann sich denken, wie nötig so eine Fahrradbox ist, wenn sich sogar der Gesetzgeber einmischt.

Abschließbare Fahrradgaragen sollten natürlich aus Metall und blickdicht sein. Selbst ein gutes Metall-Schloss hindert keinen versierten Dieb von der sogenannten Fahrrad-Mafia, wenn er wertvolle Beute vor sich sieht. Ein großer Vorteil der durchdachten und gut gebauten Fahrradbox ist die Ordnung, die darin herrscht. Jedes Fahrrad hat seinen eigenen Platz und kann leicht eingestellt und entnommen werden, ohne dass die anderen Fahrräder tangiert werden. Doch wenn man von außen in die Fahrradgarage hineinschauen kann, kann der Dieb sogar vor dem Einbruch einschätzen, ob es sich lohnt und wenn ja, welche Fahrräder er sich unter den Nagel reißt.