Das Verlegen von Dachpaneelen & Sandwichpaneelen

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen, Arbeiten am Dach immer von geschulten Fachkräften durchführen zu lassen. Erstens sind Dacharbeiten mit Risiken verbunden, zweitens gehören zum fachmännischen Verlegen immer auch gute Kenntnisse und entsprechende Fähigkeiten, und drittens gibt es bei den meisten Dachaufbauten bauliche Vorschriften zu beachten. Dennoch wollen wir Ihnen einen kurzen Überblick über die Verlegung von unseren Dachpaneelen bzw. Sandwichpaneelen nicht vorenthalten.

Die Unterkonstruktion für Sandwichpaneele

Die Unterkonstruktion für Ihre Sandwichplatten besteht meistens aus Stahl oder Holz. Beim Bau der Unterkonstruktion muss nicht nur das Gewicht der Dachpaneele einberechnet werden, man muss jedenfalls auch an mögliche Schneelasten und den Einfluss von Wind und Sturm denken. Für viele kommt später dann auch noch die mögliche Verlegung einer Photovoltaikanlage dazu. Hier gilt es also eher großzügig zu denken. Die berechnete Last bestimmt natürlich auch die Abstände zwischen den Träger der Unterkonstruktion. Auf diese Träger werden später die Dachpaneele verschraubt. Sandwichplatten sind nicht als Flachdach geeignet, da das Wasser immer abfließen können muss. Eine Schräge von mindestens 5% muss daher eingehalten werden.

Vorbereitung zum Verlegen von Dachpaneelen

Wenn die Paneele zugeschnitten werden müssen, sollte dies immer mit einer Handkreissäge oder einer Stichsäge durchgeführt werden. Zu große Hitze oder auch Funkenflug kann die Beschichtung der Sandwichplatten beschädigen, Rost und Wasserschäden könnten die Folge sein. Beim Auflegen auf die Träger sollte darauf geachtet werden, dass keine Beschädigung durch kratzende oder sonst wie unverträgliche Materialien auftreten kann. Abdeckbleche auf dem First und Regenrinne sollten vorher montiert sein. Es versteht sich, dass das richtige Zubehör bestellt worden ist. Eine Stahlkonstruktion braucht schließlich andere Befestigungsschrauben als eine Holzkonstruktion. Wenn beim Durchmessen der Abstände Ungenauigkeiten von mehr als einem Zentimeter an der Traufkante aufgetreten sind, sollten die Paneelen mit einem kleinen Überstand berechnet werden, den man später bündig entfernen kann. Bei der bündigen Verlegung hilft ein Band oder eine Richtschnur, die an der Traufkante parallel über die ganze Länge gezogen wird.

Verlegen von Sandwichpaneelen

Das erste Paneel sollte an der windabgekehrten Seite verlegt werden, damit der Stoß vor Wind und Regen geschützter ist. Hier muss natürlich besonders gut auf Genauigkeit geachtet werden, da sich jeder Fehler auf alle weiteren Paneelen auswirken wird. Die erste Schraube wird auf der mittleren Sicke gesetzt und zwar relativ weit oben. Sie sollte auf jeden Fall mit einer Gummidichtung versehen sein. Meist verwendet man hier ja Bohrschrauben, die nur soweit angezogen werden, dass die Gummidichtung ein wenig zusammengedrückt wird, keinesfalls stärker. Wenn das Paneel gut an den Trägern der Unterkonstruktion verschraubt ist, sollte man den Abstand und die Breite der Träger mit einem Stift auf dem Paneel anzeichnen. Dann wird das zweite Paneel angelegt. Hierbei muss das Paneel leicht schräg nach hinten gehalten werden, damit die Überlappungslasche sich gut auf die letzte Sicke des ersten Paneels drücken lässt. Während der Befestigung des Paneels muss der Druck auf die Überlappung aufrechterhalten werden, damit nichts verrutscht. Jetzt wird zuerst das zweite Paneel auf der Mittelsicke an den Trägern befestigt, dann erst wird der Stoß mit einer Bohrschrauben und einer Satteldichtung verschraubt (Sattelscheibe mit Gummidichtung). Danach wird mit den restlichen Paneelen genauso weitergemacht.

In unserem nächsten Blogbeitrag erläutern wir weitere Feinheiten der Arbeiten mit den Dachpaneelen.