Architekturpreise für Bauten mit Sandwichplatten

Sandwichplatten stellen dank ihrer raffinierten Bauweise ein nahezu ideales Baumaterial dar. Das verzinkte Stahlblech der Innen- und Außenseite bringt eine erhebliche Stabilität bei gleichzeitig geringem Gewicht mit sich. Stahlblech hat eine extrem hohe Widerstandskraft gegen Zugkräfte. Da sich Stahl allein gegenüber Druckkräften jedoch weniger stabil erwies, war man in frühen Jahren auf die Idee verfallen, Stahlbauten mit Beton anzureichern. Stahlbeton, unter diesem Schlagwort versteht man noch heute höchste Belastbarkeit. Jedoch kann diese Belastbarkeit auch mit der Trapez-Methode hergestellt werden. Sandwichplatten in Trapezbauweise erhalten ihre hohe Widerstandskraft gegenüber auftretenden Druckbelastungen eben durch die Trapezform, die durch die feste Verbindung beider Schichten den auftretenden Druck derart ableitet, dass er auf die Sandwichplatten wie Zug wirkt. Das Füllmaterial Polyurethan-Hartschaum (PUR) perfektioniert dann die Eigenschaften der Sandwichpaneele. Es wirkt außerordentlich schalldämmend und zugleich auch wärmeisolierend.  Das geschäumte Material verzögert die Weiterleitung von Wärme derart radikal, dass ein Sandwichplatten-Dach die darunter liegenden Räumlichkeiten im Sommer angenehm kühl und im Winter angenehm warm bleiben lässt. Das geringe Gewicht und ein außerordentlich günstiger Preis kommen hinzu, um in den Sandwichplatten eigentlich den idealen Baustoff gefunden zu haben.

Ein ausgezeichnetes Privathaus aus Sandwichplatten

Die Vorurteile gegen Sandwichplatten als Baustoff für hässliche Industrie- und Lagerbauten halten sich jedoch relativ beständig in der breiten Öffentlichkeit. Um dem entgegenzuwirken haben sich in den letzten Jahren einige positive Ansätze und Entwicklungen ergeben. So werden Architekturpreise vergeben, die besonders innovative Lösungen für den Bau mit Sandwichplatten würdigen. Schon bei der ersten Ausschreibung des Architecture Award zeigten sich die Organisatoren von der Galileo Marketing und selbst die Herstellerbranche überrascht. Nicht nur die Vielzahl der Bewerbungen erregte Erstaunen, auch die unerwartet hohe Zahl von einem Drittel für Privatwohnhäuser brachte viele Zweifler zum Verstummen. Die Privathäuser waren zumeist in Passivbauweise errichtet und überzeugten, wie auch nicht anders zu erwarten, mit hervorragenden Dämmeigenschaften und besonders niedrigen Kosten. Einer der drei Preise wurde dann auch einem Privathaus verliehen, das auf einem Steilhang errichtet worden war. Der Preis für das Grundstück war wegen seiner angeblichen Unbebaubarkeit besonders niedrig ausgefallen. In Verbindung mit Stahlträger wurde in rekordverdächtig kurzer Zeit ein schmuckes Einfamilienhaus im nordrhein-westfälischen Werdohl aus Sandwichplatten errichtet, die allen statischen Anforderungen der Baubehörde entsprechen konnten.